Bayer und Monsanto – was heißt das für die Landwirtschaft?

Die Landwirtschaft von morgen steht vor großen Herausforderungen. Die Weltbevölkerung wird bis 2050 voraussichtlich auf fast zehn Milliarden Menschen wachsen. Aber schon heute leiden rund 800 Millionen Menschen Hunger.
 
Gleichzeitig gehen landwirtschaftlich nutzbare Flächen verloren – etwa durch Bodenerosion und Versalzung, aber auch durch die zunehmende Verstädterung. Auch der Klimawandel wird die Landwirtschaft vor erhebliche Herausforderungen stellen. Würde zum Beispiel die Temperatur auf der Erde bis 2050 um zwei Grad Celsius ansteigen, ginge die Weizenproduktion um acht Prozent zurück. Es ist also eine gewaltige Aufgabe, in Zukunft genügend gesunde, sichere und erschwingliche Nahrungsmittel herzustellen. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) geht von einer notwendigen Produktivitätssteigerung von fast 50 Prozent bis zum Jahr 2050 gegenüber 2012 aus. Wir müssen künftig aus weniger mehr machen.
 
Hinzu kommt: Unser landwirtschaftliches Produktionssystem ist nicht nachhaltig. Wir gehen heute nicht so verantwortungsvoll mit jedem Hektar Land um, wie es nötig wäre angesichts der Tatsache, dass die natürlichen Ressourcen begrenzt sind. Die Landwirtschaft muss deshalb viel ökologischer werden.
 
Um das alles zu schaffen, brauchen wir Innovation. Beispielsweise brauchen wir Pflanzen, die extreme Temperaturen und Trockenheit besser vertragen. Wir brauchen neue digitale Technologien, etwa um Pflanzenschutzmittel gezielt nur da einzusetzen, wo sie wirklich gebraucht werden.
 
Und wir werden auch in Zukunft innovative, wirksame Pflanzenschutzmittel benötigen. Denn die Kulturpflanzen, von denen wir leben, müssen sich zum Beispiel gegen 30.000 Unkrautarten und 10.000 Arten pflanzenfressender Insekten behaupten.
 
Aber Innovation braucht viel Zeit und Geld. Die Entwicklung eines neuen chemischen Pflanzenschutzprodukts kostet im Schnitt rund 250 Millionen Euro, und es vergehen in der Regel 10 bis 14 Jahre vom ersten Labortest bis zur Marktzulassung.
 
Deshalb braucht der nötige Innovationsschub in der Landwirtschaft eine Bündelung von Know-how und Ressourcen. Bayer und Monsanto haben gemeinsam mehr Innovationskraft und ein Forschungs- und Entwicklungsbudget von 2,4 Milliarden Euro im Jahr. Mehr gibt kein Unternehmen für Forschung und Entwicklung in der Landwirtschaft aus. So können wir mehr Innovationen für die Landwirte schneller auf den Markt bringen.
 
Uns geht es dabei nicht um eine bestimmte Form der Landwirtschaft. Wir wollen Wahlfreiheit für Bauern und Verbraucher und stehen für Vielfalt. Uns geht es darum, die Landwirtschaft produktiver und nachhaltiger zu machen. Und darum, die Probleme unserer Kunden zu lösen – vom Großbetrieb in den USA bis zum Kleinbauern in Indien, der vielleicht nur einen halben Hektar Land bewirtschaftet.
 
Gerade die mehr als 500 Millionen Kleinbauern sind der Schlüssel zur Lösung der Ernährungsfrage, denn sie steuern weltweit etwa die Hälfte der Nahrungsmittel bei.

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