Wie wird die Sicherheit von Pflanzenschutzmitteln gewährleistet?

Die Zulassung eines Pflanzenschutzmittels, das Bauern helfen soll, Pflanzenkrankheiten, Schädlinge und Konkurrenzpflanzen zu bekämpfen, ist streng geregelt und langwierig.

Die Behörden der EU wie auch der Mitgliedsländer haben genau festgelegt, welche Studien und Unterlagen für die Genehmigung eines neuen Pflanzenschutzmittels eingereicht werden müssen. Eine Zulassung erfolgt für zehn Jahre, danach ist ein Antrag auf Wiederzulassung zu stellen, bei dem geprüft wird, ob neue Erkenntnisse vorliegen, die einer Verlängerung der Zulassung im Wege stehen.

Nachweispflichtig ist, wie in den Zulassungsverfahren für Medikamente, Kraftfahrzeuge, Flugzeuge und andere Produkte, der Antragsteller, d. h. das Industrieunternehmen, welches das Produkt herstellt und auf den Markt bringen möchte. Um die Sicherheit für Mensch, Tier und Umwelt nachzuweisen, muss ein Unternehmen umfassende toxikologische Untersuchungen durchführen. Die Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln zählen daher zu den unter Sicherheits-Aspekten am besten untersuchten Substanzen überhaupt. So hat zum Beispiel das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor der Zulassung von Glyphosat in Deutschland mehr als 1.000 Studien aus der ganzen Welt ausgewertet.
Quellen: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Verordnung EP und Rat, Richtlinie EP und Rat, EFSA. Im Rahmen einer Transparenzinitiative, mit der Bayer in seiner Branche eine Vorreiterrolle übernimmt, macht das Unternehmen im Internet sicherheitsrelevante Pflanzenschutzmittel-Studien öffentlich zugänglich.

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