Wozu braucht man Pflanzenschutzmittel?

Jeder Landwirt muss seine Kulturpflanzen vor Krankheiten, Schädlingen und Unkräutern schützen – ebenso wie Nutztiere vor Krankheiten und Parasiten. Auch wir Menschen nehmen Arzneimittel, die uns gesund erhalten.

Diese Aufgabe auf dem Acker wird für die Landwirte immer anspruchsvoller. Beispielsweise können Pilze, die Pflanzen befallen, sowie deren Gifte schädlich für die Gesundheit sein, wenn man nichts gegen sie unternimmt. Pflanzenschutzmittel spielen dabei eine wichtige Rolle. Auch die moderne Pflanzenzüchtung kann dazu beitragen, Kulturpflanzen gegen Schaderreger widerstandsfähiger zu machen.

Noch vor 50 Jahren mussten Schädlinge oft per Hand abgesammelt werden; heute gibt es effiziente Strategien:

  • Pflanzenschutzmittel
  • Einsatz von Nützlingen
  • Gezielte Züchtung

Doch Pflanzenschutzmittel dürfen von Landwirten nicht einfach nach Belieben eingesetzt werden. Voraussetzung sind Sachkundenachweise, Dokumentationspflichten sowie die Einhaltung von Anwendungsvorschriften. Das soll nicht nur die Umwelt, den Landwirt und den Verbraucher schützen, sondern auch der Entwicklung von Resistenzen vorbeugen.
Dennoch lässt sich die Evolution nie gänzlich austricksen: Unerwünschte Beikräuter entwickeln Anpassungen an jede Methode, die regelmäßig eingesetzt wird – sogar an mechanische Methoden der Unkrautentfernung. Daher braucht die Bekämpfung von Resistenzentwicklungen eine Vielfalt von Methoden und Pflanzenschutzmitteln.

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